Aktuelles

 

Predigt vom Pfingstsonntag in Höckendorf und Königsbrück, 23.05.21

Liebe Gemeinde am Pfingstfest!

Zum ersten Pfingsten gehörte auch eine Predigt. Einer, der gelernter Fischer war, der wusste wie man Fische fängt und Netze repariert, der findet Worte für eine Predigt: Petrus.

Er findet den Mut, vor vielen Menschen zu sprechen, über Gott, der einen Plan mit unserer Welt hat, und zu diesem Plan gehörte das Kommen von Jesus Christus, der wenige Wochen vorher in Jerusalem zum Kreuzestod verurteilt wurde und den Gott vom Tod auferweckt hat. Ganz gewiss! Und zum Plan Gottes mit dieser Welt gehört von Anfang an sein Volk, das jüdische. Deshalb ist es immer noch da. Jedes Volk dieser Erde hat ein Recht auf seine Existenz, das jüdische Volk erst recht. Petrus gehörte selber zu diesem Volk, und Jesus stammte doch auch von seiner leiblich-irdischen Seite her aus diesem Volk. Petrus, der jüdische Mann aus Galiläa vom See Genezareth, man hört es an seinem Dialekt, predigt. Er zeigt Zusammenhänge auf, er stellt klar. Menschen sollen neu auf Gott aufmerksam werden und zu Gott umkehren, d.h. mit einem Lebensstil aufhören, der Gott links oder rechts liegen lässt. Gott muss ernstgenommen werden! Von allen! Bis heute!

Gott hat uns doch auch ernst genommen; sonst wäre Jesus nicht auf die Erde gekommen. Und es gäbe nicht den Aufwind des Heiligen Geistes. Es gäbe nur den Niedergang, wo dann am Ende nur noch der Tod als Erlösung erscheint. Aber Gott gibt das Leben und schafft ewiges Leben! Ihm verdanken wir die Schöpfung in ihrer ganzen Vielfalt: das Grünen, Blühen und Wachsen, das Wasser des Regens, die Schönheit des Regenbogens, den wir in den letzten Tagen so oft sehen und bestaunen konnten, den Duft von Blüten und von frischem Brot. Wir können so viel Schönes benennen. Gott verdanken wir unser Leben, unsere Existenz, dass das Herz in uns schlägt und es die Liebe gibt.

Noch bevor Petrus am Pfingstfest in Jerusalem zu predigen beginnt, hat Gott bereits seinen Geist gesandt, den Geist, der von Anfang an bei Gott war und zu ihm gehört; das Leben trägt seine Spuren, auch Dein Leben. Du bist nicht geistlos! Mit Pfingsten beginnt nun eine Art Feuer, ein Lauffeuer beginnt, mit dem Ziel, dass die Menschen nicht länger von Gott weglaufen, sondern auf ihn zu. Eine weltweite Bewegung wird entstehen, die man die „Kirche“ nennen wird. -

Der Leiter des Männergebetsbundes in Deutschland, Michael Osiv, der auch schon in unserer Gemeinde zu Besuch war, er war viele Jahre Missionar in Paraguay, er hat dieser Tage geschrieben: „… Das Sprachenwunder [zu Pfingsten damals] zeigte Gottes Plan: Alle Menschen [weltweit] sollen die Frohe Botschaft in ihrer Heimatsprache erfahren. Auch jeder von uns ist berufen, Zeuge zu sein. Durch unsere persönliche Beziehung zu Jesus sind wir bereits Botschafter. Jesus ist allmächtig und Jesus wohnt in uns. Im Gebet sind wir Teilhaber an Gottes Wirken in aller Welt.“ - so der Leiter des Männer-Gebetsbundes.

 

Liebe Gemeinde!

Der Heilige Geist, der von Anfang an da ist, kommt zu Menschen und bekommt es hin, dass ein Mensch zum Glauben an Jesus kommt. Es gibt nichts Wichtigeres, als mit Jesus in Verbindung zu stehen. Viele ließen sich nach der Predigt des Petrus taufen. Die Taufe steht für die Zusammengehörigkeit mit Jesus Christus. Das ist ihr Sinn. Eine Gemeinde aus ganz unterschiedlichen Menschen beginnt zu entstehen. Inzwischen setzt sie sich aus ganz verschiedenen Völkern zusammen und ist ausgespannt über die ganze Erde. An manchen Stellen wächst sie wie der Rasen im Garten nach den Regen, an anderen Stellen wirkt sie ausgetrocknet u. ausgezehrt.

Pfingsten erinnert uns: Ohne die Kraft von oben, ohne den Heiligen Geist bleibt es nur bei Religion und Tradition, oder es ist ganz Ebbe. Der Heilige Geist aber hebt den Grundwasserspiegel des Glaubens, der sich dankbar zu Jesus bekennt. Er deckt auch falschen Glauben auf, Aberglauben, er hinterfragt und verändert Gewohnheiten, die nicht in uns wohnen sollten. Er schafft der Liebe mehr Raum, dem Mitgefühl und Verständnis füreinander. Er ermutigt, nach Wegen der Vergebung und Aussöhnung zu suchen. Der Heilige Geist achtet darauf, dass nichts unter den Teppich gekehrt wird, dass Menschen ins Gespräch kommen, dass Menschen nach dem tieferen Sinn von Traditionen fragen, vor allem nach dem Sinn des Lebens. Der Sinn von Pfingsten liegt darin, uns an ein unendlich großes Geschenk zu erinnern: den Heiligen Geist. Er lässt uns über die Schöpfung staunen und lässt nicht zu, dass die Evolution allein die Erklärung für das Wunder des Lebens ist. Ohne den Heiligen Geist lebt Jesus nicht in seiner Kirche, bleibt der Tod Jesu am Kreuz ohne Sinn, und die Auferstehung Jesu ohne Hoffnung für uns, wenn wir an unseren Tod denken. Der Heilige Geist weckt Interesse an der Gemeinschaft im Glauben und ermutigt zum Gebet. Das Gebet wird zu einem Werkzeug, das sich ein Christ nicht aus der Hand nehmen lässt. Vielmehr verlangt es ihn, im Gebet Gott alles immer wieder in die Hand zu geben: die Welt, die Kirche, die Gemeinde, die Familie, die Nachbarn, die Politik, die Probleme, und das ganze eigene Leben, um erwartungsvoll zu beten (ich tue es jetzt mit einem alten Pfingstgebet der Kirche):

Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn,

deines Heils Vollendung sehn

und der Freuden Ewigkeit. Amen. Halleluja.

 

 

„Jesus kennenzulernen, ist das beste Geschenk, das einem Menschen zuteilwerden kann.

Ihm begegnet zu sein, ist das Beste, was uns in unserem Leben passieren konnte.

Ihn durch Wort und Tat bekannt zu machen, ist uns eine große Freude“.

Aus Brasilien     
 

 

Gern präsentieren wir den im Sommer 2020 erschienen Kunst- und Kirchenführer:

 

 

Das hochwertige Büchlein mit 32 Seiten und 25 Farbfotos aus dem renommierten Regensburger Verlag Schnell & Steiner stellt die drei Königsbrücker Kirchen vor:  neben der Stadtkirche auch die Hospitalkirche am Friedhof und die katholische Kirche, und ebenso auch die Höckendorfer Kirche mit ihrer reichen Bemalung und die Kapelle mit dem Glockenhaus in Röhrsdorf. Das Büchlein ist für 3 € im Pfarramt, im Büro der Finanzberatung Tobias Gocht (Schloßberg 1) und in der Stadtinformation am Markt zu erwerben. Es eignet sich als ansprechendes Geschenk und will Freude wecken an dem, was unsere schöne Region und Heimat zu bieten hat.

Das neue für unsere Hospitalkirche gewebte Altarparament ist da! Ein neuer Altarbehang für die älteste Kirche unserer Stadt! Es wurde von Maria Selle, Paramentikerin in der Diakonissenanstalt in Dresden, in Verbindung mit dem Kirchenvorstand entworfen und angefertigt. Nun gehört diese hochwertige Kirchenraumtextilie zur Ausstattung unserer Kirche am Friedhof. Unsere Hospitalkirche ist nicht nur der Ort für die Gottesdienste im Zusammenhang einer christlichen Bestattung, sondern auch ein besonderer  Raum, den wir in Zukunft gern häufiger einbeziehen und nutzen wollen. Daher soll auch in den nächsten Jahren in angemessenem Rahmen manche Erneuerung im Innenraum umgesetzt werden. Wer dieses Vorhaben mittragen möchte, kann ab sofort gezielt dafür spenden. 

 

Hier finden Sie weitere aktuelle Informationen rund um die Kirchgemeinde:

  1. Folgen Sie diesem Link zu den Aushängen in diversen Schaukästen:
    Zu den Aushängen
     
  2. Folgen Sie diesem Link für die Kirchennachrichten,
    wie sie im Königsbrücker Stadtanzeiger abgedruckt sind:
    Zu den Kirchennachrichten
     
  3. YouTube-Kanal der Kirchgemeinde Königsbrück-Höckendorf:
    Unsere Kirchgemeinde verfügt über einen eigenen Kanal auf der Plattform YouTube.
    Hier finden sie Videos von Gottesdiensten für Kinder und Erwachsene:
    https://www.youtube.com/channel/UCBx2qBZSliv1e_steu2C52g/